Sonntag, 7. September 2014

Erste Wanderungen bei strahlendem Spätsommerwetter

Hallo zusammen,                                 






schnell hatten wir uns in unserer gemütlichen Hütte eingewöhnt -
und nutzten das perfekte Spätsommerwetter der letzten Augustwoche für einige schöne Wanderungen.



Wir starteten mit einer kleinen Tour zum Nesstraumen, dem nach dem Saltstraumen zweitstärksten Gezeitenstrom Norwegens.
Weiße Sandstrände und das türkisblaue Wasser lassen einen fast vergessen, dass man weit nördlich des Polarkreises unterwegs ist:


















Und natürlich war Oppeids Hausberg, der Veten, eines unserer ersten Ziele:










Wie oft wir hier wohl schon oben waren?

Die Aussicht nach Südwesten auf den Sagfjord und die Berge von Steigen ist aber immer wieder faszinierend:






Noch weiter schaut man vom Gipfel des Salen oberhalb von Skutvik. Der Weg startet auf Meereshöhe bei alten, nur noch zeitweise bewohnten Häusern, ...











 ...und alten Schafspfaden folgend gelangt man auf den Gipfel...





Besonders schön ist auch von hier der Blick nach Süden:



Der Höhepunkt dieser Wanderwoche war dann unsere sonntägliche Tour auf den Berg Kaldvågtuva, der sich oberhalb von Presteid erhebt.
Viele Schafe begegneten uns auf diesem Weg,...











...bis wir nach knapp drei Stunden den Gipfel erreichten:



Blick auf Oppeid, die Berge Hamarøys und die Lofoten im Hintergrund

Nach einer warmen, sonnigen Gipfelstunde ging es wieder hinunter:
















Wir ließen uns Zeit beim Abstieg und genossen das Wetter und die Ausblicke bei spätnachmittäglichem Gegenlicht:



Ab Montag sollte sich das Wetter verschlechtern, da der Tag aber noch schön begann, nahmen wir uns noch eine kleinere Wanderung vor. Wir fuhren nach Ulvsåg an der E 6 und auf dieser hoch zum Pass Ulvsvågskaret, von dem aus die Aussicht auf die Lofoten immer wieder begeistert:


An der Passhöhe, bei einem Loipenzentrum, beginnt ein Pfad in das hügelige Gelände oberhalb, dem wir bis zu einem Gipfelsteinmann folgten.
Wie auf den anderen Gipfeln fand ich meine Eintragungen vom letzten Jahr auch hier wieder. (Hier war ich am 20. Mai 2013 gewesen.):









Auch altbekannte fotogene Steingruppen wurden wieder entdeckt:




Diese Woche war ein toller und vielversprechender Auftakt unserer Herbstzeit hier auf Hamarøy!  Und dank des schönen, warmen Wetters waren nun die Samen des Weidenröschens, das hier massenhaft wächst, auch vor unserer Hütte in Sommersel voll herangereift:













Bis bald - vi höres!

Donnerstag, 28. August 2014

Nach einer schönen Reise: Wieder in Hamarøy!

Hei alle sammen,

nach einer wunderschönen Reise, für die wir uns acht Tage Zeit genommen haben, sind wir seit Montag wieder in Hamarøy. (Mir kommt es ein bißchen so vor wie "nach Hause kommen".  :-) )

Wir waren mit der Fähre von Kiel nach Oslo übergesetzt...,



wo wir uns mit unseren norwegischen Freundinnen Gerd und Silje zu einem sonnigen Im-Freien-Frühstück an Aker Brygge trafen. Anschließend ging es weiter durch das Tal von Norwegens längstem Fluss, der Glomma, bis Tynset.
Am nächsten Tag kamen wir nach Trondheim, wo wir uns den imposanten gotischen Nidaros-Dom anschauten,...



Steinmeyer-Orgel (1930, restauriert 2013)



...und fuhren weiter durch die freundliche, stark landwirtschaftlich genutzte Landschaft rund um den Trondheimfjord:










Bereits am nächsten Tag wurde die Landschaft etwas karger - unterwegs auf dem "Kystriksveien" näherten wir uns der Provinz Nordland...,



...und erreichten bald darauf die ersten der insgesamt sechs Fähren, die zwischen Namsos und Bodø am Kystriksveien Inseln und Festland miteinander verbinden:

 









Bei passender Stimmung überquerten wir während einer der beiden längeren Fährüberfahrten den Polarkreis...




...und fuhren am nächsten Tag weiter entlang der zunehmend schroffer werden Küste...,

























...vorbei an den Ausläufern des großen Gletschers Svartisen...






...bis in die Region südlich von Bodø:







Und schließlich erreichten wir bei bestem Sommerwetter Oppeid und freuten uns sehr über das Wiedersehen mit Idar, Thansaya und Melissa in der "Dikterstue". Das gemeinsame Mittagessen nahmen wir im neu gestrichenen "lysthus" im Garten ein: 



Lange saßen wir dort zusammen und fuhren erst am frühen Abend weiter zum Campingplatz in Sommersel (bei Tranøy)  (http://sommersel-fishing-camp.com/das-sommersel-fishing-camp/), wo wir unsere gemütliche, geräumige Hütte für die nächsten fünf Wochen bezogen:


















Soweit ein erster Bericht über unsere herbstliche Zeit in Hamarøy.


Und übrigens: Während ich dies hier geschrieben habe, zeigte sich am Himmel bereits wieder Nordlicht - und das, obwohl es nachts immer noch nicht ganz dunkel wird und der Horizont im Norden noch rot gefärbt ist.
Kurz und gut: Unser Aufenthalt hier beginnt vielversprechend.

Bis bald - vi høres!



Sonntag, 3. August 2014

Die Sehnsucht siegt: Eine Woche auf Hamarøy im März 2014

Liebe Freunde,

seit ich im Juli 2013 aus Norwegen nach Hause gekommen war, begleitete mich eine Sehnsucht nach Hamarøy. Täglich schaute (und schaue) ich mir auf der Seite www.yr.no an, wie das Wetter im Norden ist und wie es aktuell dort aussieht.

So kam es, dass ich im Februar 2014 beschloss: Ich muss wieder mal dort hin!
Ich buchte kurz entschlossen einen Flug über Oslo nach Bodø und ein Zimmer in einem kleinen Motel mitten in Oppeid für 8 Tage.

Am 2. März ging es los, und nach ruhigem Flug und anschließender Fahrt mit dem Linienbus von Bodø nach Oppeid kam ich abends gut auf Hamarøy an. (Phantastisch, wie die norwegischen Linienbusse verkehren - man kann die Uhr danach stellen und kommt nahezu überall hin!)

Nordland empfing mich mit mildem Wetter und nahezu schneefrei - das ganze Gegenteil vom März 2013. Und so machte ich mich gleich am nächsten Tag auf den Weg und bestieg Oppeids Hausberg Veten. Milde Luft, blauer Himmel und wenig Schnee ließen Frühlingsgefühle aufkommen:




Am folgenden Tag wollte ich meinem Lieblingsberg, dem Stetind, einen Besuch abstatten. Bei allerbestem Frühlingswetter  fuhr ich per Bus zum Fähranleger Bognes am Tysfjord und mit der Fähre über diesen nach Skarberget:





Von dort wanderte ich auf einem Fahrsträßchen zu den alten Siedlungen Indre Skarberget und Lysvoll - jeweils nur wenige Häuser, von denen die meisten heute verlassen sind oder - hübsch renoviert - als Feriendomizile dienen:

Blick von Indre Skarberget zum Hatten



Kurz danach biegt der Weg um eine Landzunge - und gibt den Blick frei auf "Norges nasjonalfjell", den 1.392 m hohen Stetind:










Bei einer ausgiebigen Rast in der warmen Märzsonne am Ufer des Tysfjord genoss ich diesen grandiosen Blick auf den Stetind, der mich seit nunmehr fast 40 Jahren immer wieder fasziniert.








Tags darauf stattete ich dem Leuchtturm von Tranøy einen Besuch ab...



















...und wanderte von dort weglos zurück in den kleinen Ort Tranøy:

OL-Posten bei Tranøy






Mitten in Tranøy haben hier hungrige Elche ihre Spuren hinterlassen.











Am nächsten Tag war dann leider Schluss mit dem schönen Frühlingswetter.
Ich wanderte nachmittags zu meinem Lieblingsplatz bei Oppeid - der Dragsbukt -, und da kündigte sich bereits das Herannahen des Sturmtiefs "Jorun" an, das zusammen mit seinem Nachfolger "Kyrre" die nächsten zwei Wochen für äußerst turbulentes Wetter in Nordland sorgen sollte:











Die nächsten drei Tage - geprägt von Sturm und Regen - verbrachte ich häuslich und war froh, am 8. März trotz heftiger Wetterbedingungen (der Bus nach Bodø schwankte bedenklich im Sturm) gut wieder zuhause gelandet zu sein.

Und nun werden wir bald - am 17.8. -  wieder nach Hamarøy aufbrechen und werden dort bis Ende Oktober den nordischen Herbst erleben - sozusagen   "under høststjærnen".
Sobald wir in Hamarøy sein werden, werde ich hier weiter berichten - vi høres!

Montag, 2. September 2013

Ein Traum endet - tusen takk, ha det bra, og vi sees!

Hallo zusammen/hei alle sammen,

nun habe ich meinen alten Traum verwirklicht und freue mich ungeheuer, dass ich ein halbes Jahr lang in Hamarøy verbringen konnte!
"Tusen takk" an alle, die mir das ermöglicht haben!

Mit ein paar Bildern, die mich emotional besonders ansprechen, verabschiede ich mich von diesem blog und von allen, die ihn gelesen und verfolgt haben:


"Abendrot" im Januar



















Abendrot im Februar

Vollmond und Nordlicht über Brennvik







Heidi im Winterzauber


 

Erinnerungen festhalten...



















Heidis Schatten - im März

Heidis Schatten - im Juni



















Anfang Juni um Mitternacht -  bei Brennvik


31. mai - Lofoten i midnattsol


 
Und schon habe ich einen neuen Traum:  Ich kenne nun den Winter, das Frühjahr und den Sommer in Nordnorwegen sehr gut. Was ich gerne erleben würde, ist der nordische Herbst:  Wie fühlt es sich an, wenn die Sonne rasch immer tiefer sinkt, wenn sich das "fjell" bunt verfärbt, wenn die ersten Nachtfröste Rauhreif zaubern, wenn der erste Schnee die Berggipfel bedeckt...?
Vielleicht kann ich schon im nächsten Jahr - 2014 - diesen neuen Traum verwirklichen...!?

Hjertelig hilsen
Heidi