Sonntag, 12. Juni 2016

Meine Weiterfahrt nach Hamarøy


Nach dem Abschied von Hilde fuhr ich von Bodø weiter in Richtung Norden - und gleichzeitig begann eine lange Schönwetterperiode.  Die E 6 führt hier durch, wie ich finde, einen der schönsten Teile Norwegens - hier ein paar Eindrücke:

Rückblick auf die Berge von Kjerringøy


















am Leirfjord

















Großartig sind immer wieder die enormen Plattenwände...


...in der Umgebung von Mørsvikbotn:







Die E 6 führt danach über das Kråkmofjell - dort, in ca. 300 m Höhe über dem Meer, sah es noch recht winterlich aus:



Bei Tømmerneset schaute ich mir die gut erhaltenen Felszeichnungen ("helleristninger") an...


...und kam dann bald nach Innhavet, dem heutigen Ziel meiner Fahrt.


















Hier spazierte ich abends noch auf einen kleinen "Hausberg" und konnte von dort oben einen ersten Blick auf die Berge von Hamarøy werfen:  



Die kurze Weiterfahrt dorthin unterbrach ich am nächsten Tag durch eine wunderschöne Wanderung entlang des Varpavatnet bis zur Mündung des Varpaelv in den gleichnamigen Fjord:  













 

Blick über den Varpavatnet zum Stetind



Nachmittags kam ich bei unseren Freunden in Oppeid in der "Dikterstue" an:  Eine lange, schöne Reise war gut zu Ende gegangen.

 

Dienstag, 7. Juni 2016

Sommer 2016: ...und wieder in Hamarøy



Noch einmal - wieder einmal - möchte ich die Möglichkeit nutzen, die mir mein Arbeitgeber dankenswerterweise bietet: nämlich hier in Norwegen zu sein und von hier aus zu arbeiten.
Die Monate Juni und Juli 2016 werde ich wieder im "Sommersel-Fishing-Camp" bei Tranøy auf der Halbinsel Hamarøy wohnen. (s.: www.sommersel-fishing-camp.com)
Im Laufe dieser Zeit werden etliche Mitglieder unserer Familie ebenfalls hier sein - aber davon später zu gegebener Zeit.

Meine Reise hierher begann - passenderweise - am 17. Mai, dem norwegischen Nationalfeiertag. Ich fuhr in Begleitung meiner "alten" Freundin Hilde, die auch mit von der Partie war, als wir 1971 zusammen mit unseren Partnern das allererste Mal nach Norwegen reisten. Wir waren uns einig, es bei unserer Fahrt gemütlich angehen zu lassen, Nebenstraßen zu benutzen und uns Zeit für Sehenswertes am Rande der Strecke zu nehmen.
 So verließen wir hinter Oslo schon bald die Hauptstraße E6, fuhren durch das Østerdalen entlang der     
Glåmma (Norwegens längster Fluss) und übernachteten zum ersten Mal in Tynset. Unterwegs hatten wir einen Abstecher zu Fuß in den "Jutulhogget", einen in der Eiszeit entstandenen Canyon, gemacht. Fasziniert hat uns dort insbesondere die Vielfalt der Flechten:



Cladonia coccifera

Die Weiterfahrt am nächsten Tag unterbrachen wir in Røros, der sehenswerten alten Bergbaustadt, die mit ihren gut erhaltenen Minenarbeiter-Häuschen, der stattlichen Kirche ("Bergstadens Ziir") und den Schmelzhütten-Anlagen zum Unesco-Weltkulturerbe zählt:















Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass es in Røros
im Winter sehr kalt werden kann. Eine Broschüre, die wir von dort mitnahmen, bestätigt das eindrucksvoll: Die kälteste dort gemessene
Temperatur war minus 51 Grad!
Insofern wunderten wir uns nur ein wenig, als sich uns kurz hinter der Stadt bei der Weiterfahrt dieser Anblick bot:

Aursunden-See bei Røros - am 20. Mai 2016



 Einen Tag darauf hatten wir dann schon die Provinz Nordland erreicht und fuhren entlang des "Kystriksveien" an der Küste von Helgeland nach Norden. Bei der ersten von sechs Fähr-Überfahrten zeigte sich diese wunderschöne Küstenlandschaft ("verdens vakreste kyst", sagen die Norweger) von ihrer besten Seite:



Die folgende Nacht verbrachten wir bei Brønnøysund am Fuß des sagenumwobenen Bergs Torghatten mit seinem kuriosen Loch. Bei strahlendem Wetter wanderten wir am nächsten Morgen dort hinauf und genossen die Aussicht auf Meer und Küste:


















 Die nächste Fährüberfahrt ist eine der beiden längeren, sie dauert etwa eine Stunde und bringt uns auf die Insel Alstahaug mit dem mächtigen Gebirgszug der "Sieben Schwestern":

Am Fähranleger in Vevelstad




die "Sju Søstre" (Sieben Schwestern) und Rødøya (die rote Insel)


bei Alstahaug

Wir fuhren an diesem Tag weiter bis in den Küstenort Nesna, wo sich uns eine wunderbare Abendstimmung bot:



Leider war diese Stimmung auch schon das erste Anzeichen für einen Wetterumschwung, der uns in den nächsten drei Tagen viele Wolken und Regenschauer bescherte. An einem Dienstag Abend kamen wir in Bodø an, von wo aus Hilde am Donnerstag nach Hause fliegen würde.

Den Mittwoch nutzten wir noch für einen Besuch der nördlich von Bodø gelegenen Insel Kjerringøy. Hier war bis Anfang des 20. Jahrhunderts einer der größten Fischerei-Handelsplätze in Nordland, und die historischen Gebäude sind gut erhalten und einen Besuch wert. Im Anschluss an eine sehr fachkundige Führung dort begaben wir uns noch auf eine kleine Wanderung hinauf zum Bergsee Låtervatnet.  An einen Blick hinüber zur Inselkette der Lofoten war angesichts des Wetters allerdings leider nicht zu denken:



Am nächsten Tag, Fronleichnam, verabschiedete ich mich von Hilde, die heute nach Hause flog.
"Tusen takk" für's Mitreisen! 

Und bei rasant schöner werdendem Wetter setzte ich meine Reise nach Norden fort - davon gleich mehr!













Sonntag, 17. Mai 2015

Wieder in Hamarøy: Ostern 2015 mit Judith

Judith und Heidi am Stefjord

Hei alle sammen,

meine Sehnsucht nach Hamarøy ist auch nach den acht Monaten, die ich inzwischen dort verbracht habe, ungebrochen. Schon bald nachdem wir Ende Oktober 2014 von dort nach Hause gekommen waren, schmiedete ich Pläne, die Osterzeit wieder im Norden zu verbringen. Die Vorfreude war um so größer, als diesmal auch meine Tochter Judith mit dabei sein wollte.
So buchten wir umgehend einen Flug über Oslo nach Evenes (das ist der Flughafen von Narvik und Harstad) und mieteten ein kleines Auto. 
Los ging es am 30. März, und nach guter Reise saßen wir abends bereits wieder in der "Dikterstue" in Oppeid, die uns unsere lieben norwegischen Freunde für die Zeit unseres Aufenthalts hier wieder überließen. :-)

Hamarøy empfing uns mit einer spätwinterlichen Stimmung - aber der beginnende Frühling lag bereits deutlich "in der Luft" und die Sonne wärmte schon wunderbar:

am Hoffmannsfjellvatnet


Hamarøyskaftet















Unsere erste kleine Wanderung unternahmen wir zum Nesstraumen. Der Weg rund um die Nes-Halbinsel und zu dem dortigen starken Gezeitenstrom ist immer wieder zauberhaft:





der Nesstraumen














Natürlich waren wir auch wieder einmal in Tranøy - hier lag kein Schnee mehr und der hübsche Sandstrand am Vestfjord wirkte kurzfristig schon fast sommerlich:




Hier entdeckten wir dann auch die Künstlerskulptur "Stor fisk" (Großer Fisch) - eine von vielen in Tranøy, welche mir aber bisher verborgen geblieben war:


"Stor fisk" in Tranøy

Grau und windzerzaust ging es anschließend am Leuchtturm "Tranøy fyr" zu. Dieser lag jetzt noch im Winterschlaf - im Sommer kann man hier in einem sehr hübschen kleinen Restaurant einkehren und auf der Terrasse Kaffe und Kuchen oder Wein und kleine Gerichte genießen, und auch Zimmer mieten:




Der absolute Höhepunkt unseres Kurzurlaubs fand dann am Ostersamstag statt:
Bei allerbestem Wetter - norwegisch heißt das lustigerweise "knallvær" - machten wir uns auf den Weg zu einer Rundfahrt zum Tysfjord.
Zunächst fuhren wir über Ulvsvåg und auf der E6 nach Drag und von dort mit der Fähre über den inneren Tysfjord nach Kjøpsvik. Ein paar Kilometer weiter folgten wir einer kleinen Nebenstraße, um einen Abstecher nach Haukøy zu machen, einem winzigen Fischerdorf am Stefjord. Die Frühlingssonne hatte das Sträßchen in eine Schlammpiste verwandelt, so dass sich die Fahrt für unsere Begriffe etwas abenteuerlich gestaltete. Um so schöner war es dann aber in Haukøy:





Blick über den Stefjord
















Huglhorn von Haukøy


Und auch mein persönlicher "Berg der Berge", Norwegens "nasjonalfjell", der Stetind (1.392 m) schaut hier schon um die Ecke:



Ihm näherten wir uns auf der Weiterfahrt...


















 ... - immer wieder stehe ich fasziniert und begeistert am Fuß dieses grandiosen Berges:



Von hier aus fuhren wir noch ein Stück weiter nach Norden, erreichten wieder die E6 und bewunderten die großartige Landschaft am Efjord, an dessen südlichem Ufer sich ein bizarrer Granitberg an den anderen reiht:







Unsere Rundreise setzten wir von hier aus zurück in südliche Richtung auf der E6 fort und fuhren zur Fähre über den äußeren Tysfjord nach Skarberget.
Traumhaft ist auch hier der Blick auf die umliegenden Berge, wie hier zur Gebirgsgruppe des Hatten...



...und - von der Fähre aus - der Rückblick auf das bizarre Huglhorn...


...und über Tysfjord und den großen Vestfjord zu den noch verschneiten Bergen  der Lofoten:




Die Tage nach Ostern bescherten uns dann leider nur noch "ruskevær" - Sturm, Schnee und Schneeregen. Auf verschneiten Straßen fuhren wir schließlich am 9. April zurück zum Flughafen Evenes. So fiel der Abschied von Nordland diesmal nicht allzu schwer - und ohnehin ist klar:  Wir werden wiederkommen!